Die gleichzeitige Erneuerung von Gebäude und Umfeld stellt eine wichtige Einheit dar. Das Umfeld wird in Zukunft mehrere wichtige Funktionen erfüllen.

Zentrale Neuerung ist die freie Zugänglichkeit zwischen Bahnhof und Busbahnhof bzw. Innenstadt durch die Verlegung der westlichen, stadtseitigen Gleise an die östliche Seite des Gebäudes durch die Deutsche Bahn. Das gesamte Wegesystem auf dem Bahnhofsgelände wird neu strukturiert und gebaut. Neben dem neuen Radweg in Nord-Süd-Richtung gehört dazu auch die Anbindung an die umliegenden Quartiere und Verkehrsanlagen wie Busbahnhof, Radstation, Nord-Süd-Radweg und die Straßen. Alle Zuwegungen werden barrierefrei gestaltet, auch die zu den Bahnsteigen. Diese Maßnahmen ermöglichen den Zugang zu den Bahnsteigen und zum Gebäude quasi an allen Seiten. Insbesondere die Verknüpfung von Fahrradverkehr und Öffentlichem Personennahverkehr werden gestärkt. An der nördlichen Seite des Gebäudes wird es auch in Zukunft die Möglichkeit geben, mit dem Kraftfahrzeug von der Vestischen Allee aus vorzufahren, um Reisende abzuholen, bekannt als Kiss and Ride. Die Radstation erhält an ihrer Seite zum Bahnhof hin einen zusätzlichen Eingang.

Das gesamte Umfeld des Bahnhofs wird parkähnlich neu und interessant gestaltet und lädt zum Verweilen ein. Zahlreiche Sitzmöglichkeiten, ein Spielgerät auf dem Bahnhofsvorplatz und die neue Bahnhofsgastronomie mit einer Außenbewirtung stärken die Attraktivität. Ansprechende Materialien für Einfassungen, Wege und Sitzbänke unterstreichen die Gestaltung zusammen mit den Grünanlagen und Bepflanzungen.

Mit seiner innenstadtnahen Lage, der neuen hohen Aufenthaltsqualität in seinem Umfeld und der öffentlichen Nutzung des Gebäudes kann der Bahnhof im gesellschaftlichen Leben Dorstens eine völlig neue Bedeutung bekommen. Hier können Sie sich ein Bild vom neuen Bahnhofsumfeld machen.

Radstation

Die im Jahr 2000 im Grenzbereich zwischen Bahnhof und Busbahnhof errichtete Fahrradstation der Stadt Dorsten bietet Radfahrern wettergeschützte und bewachte Parkplätze mit Serviceangeboten rund um das Fahrrad. Das Angebot nutzen etwa 150 Busreisende und Berufspendler täglich. Betrieben wird die Radstation durch die gemeinnützige Beschäftigungsgesellschaft rebeq GmbH.

Durch den nun erfolgten Rückbau der Westgleise durch die Deutsche Bahn im Bereich des Bahnhofs ergibt sich eine neue unmittelbare fußläufige Erreichbarkeit zwischen dem Bahnhof, dem Busbahnhof und der Radstation. Das Gebäude der Radstation wird in die geplante Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes integriert. Zur besseren Einbindung in die Platzgestaltung erfolgt eine Überarbeitung der Gebäuderückseite. Sie bekommt einen zusätzlichen Eingang, so dass sich das Gebäude gestalterisch und funktional in Richtung Bahnhofsplatz öffnet. Dazu sind auch im Gebäude leichte bauliche Änderungen erforderlich. Das Foyer wird baulich überarbeitet und erhält zum Bahnhofsplatz gerichtet eine neue Eingangssituation, damit das Gebäude zukünftig auch über den Bahnhofsplatz erreicht werden kann. Die Zugänglichkeit zum öffentlichen Nahverkehr wird dadurch für Fahrradfahrer weiter optimiert.