Willkommenskultur für Zuwanderer Soziales Miteinander

Das Projekt Willkommenskultur für Zuwanderer richtet sich an Bewohnerinnen und Bewohner mit Migrationshintergrund, die nur eingeschränkt am sozialen Leben teilhaben und denen es schwerfällt, sich selbstständig über die Angebote im Quartier zu informieren.

Unter dem Motto STADTFINDEN möchten wir es ihnen ermöglichen, sich aktiv mit ihrem neuen Umfeld auseinanderzusetzen und sich engagiert am Leben im Quartier zu beteiligen. Als Ort des Austausches soll der interkulturelle Treffpunkt MITTEndrin als zentraler Treffpunkt für die kulturelle Integration im Quartier entstehen. Hier möchten wir das Zusammenwirken von Vereinen, Schulen, kommunalen Integrationszentren und der Integrations-, Familien-, Jugend- und Gesundheitsarbeit erweitern und dauerhaft etablieren. Den Teilnehmenden wollen wir mit dem MITTEndrin einen Ort bieten, der einen gemeinsamen Start in die soziale Teilhabe ermöglicht. Eine engmaschige Beratung und Begleitung der Teilnehmenden wird ergänzt durch zahlreiche Bausteine, die bei Bedarf auch mit Dolmetscher angeboten werden.

Das MITTEndrin wird ein Ort sein, der es allen Menschen – mit und ohne Migrationshintergrund – ermöglicht, ihre Traditionen und Lebensstile selbstbestimmt und selbstbewusst auszuleben. Ansässige Kulturvereine, aber auch vereinzelte Akteure und Künstler sollen allein – oder in Zusammenarbeit mit kommunalen Kultureinrichtungen – ihrem künstlerischen Schaffen Ausdruck verleihen können. Angedacht sind Konzerte, Tanzdarbietungen und vieles mehr. Dadurch soll der Kontakt der unterschiedlichen Gruppen untereinander gestärkt- und das Gefühl der Selbstwirksamkeit und Teilhabe bekräftigt werden.

In einem Anerkennungsangebot für homogene kulturelle Gruppen erhalten die Teilnehmenden Unterstützungen bei der Übersetzung und Anerkennung ihrer Dokumente. Es werden Strategien entwickelt, um verloren gegangene Zeugnisse wiederzubeschaffen und es wird versucht, zu rekonstruieren, welche arbeitsmarktrelevanten Stationen bereits besucht wurden und wie diese mit den hiesigen Arbeitsmarktanforderungen verbunden werden können.

Eltern, im Besonderen Frauen, ggf. mit Flucht- und Migrationshintergrund, die von sozialer Ausgrenzung bedroht sind, erhalten durch das Angebot Stadterkundung zusätzliche Informationen und Sicherheit im Umgang mit dem deutschen Bildungssystem und einen Einblick in die Möglichkeiten, die Dorsten als Kulturstandort bietet. Gleichzeitig wollen wir die kulturelle Integration der Mädchen und Frauen fördern. Die Teilnehmerinnen erwerben mithilfe der Kooperationspartner lebensweltliche Kompetenzen und erhalten Zugang zur (Stadt-) Gesellschaft. Instrumente, wie der Dorsten-Pass, mit dem es auch sozial schwachen BürgerInnen ermöglicht werden soll, Bildungs- und Kulturangebote zu nutzen, sollen den Teilnehmerinnen zugänglich gemacht werden.

Ebenso sind Besuche von Kitas und Schulen geplant, wie auch anderer städtischer Einrichtungen, die Beratungs- und Bildungsangebote vorhalten (Familienbüro, Jugendamt etc.). Überdies werden auch kulturelle Exkursionen auf dem Programm stehen, wie beispielsweise der Besuch des Jüdischen Museums oder der Besuch von musikalischen Veranstaltungen.

Die Nachbarschaftsmütter sind gut integrierte Mütter mit eigenem Migrationshintergrund, die sich ehrenamtlich in den Quartieren engagieren wollen. Sie werden geschult, um Familien im Quartier mit aktiver Hilfe im Alltag zu unterstützen. Die Teilnehmerrinnen im MITTEndrin wollen wir über dieses Angebot ansprechen und lassen sie von den Erfahrungen der anderen Frauen profitieren.

Das Projekt Willkommenskultur für Zuwanderer wird im Rahmen des Aufrufes „Starke Quartiere – starke Menschen“ mit finanzieller Unterstützung des Landes Nordrhein- Westfalen und der Europäischen Sozialfonds verwirklicht.

Umsetzung: 2017-2020

Dieses Projekt wird gefördert und unterstützt durch